Freiwillige Feuerwehr Bockfließ


5. Gesamtübung am 14.10.2016

 

Am Freitag 14.10.2016 fand im Zuge unserer Ausbildung wieder eine Gesamtübung statt.

Übungsannahme war diesmal eine Person die bei Reperaturarbeiten am Dach durchbrach und herunterfiel. Zweite Übungsannahme war ein Staplerfahrer der von einem herabfallenden 500kg Strohballen an einem Bein eingeklemmt in einer Halle Lag.

Nach Eintreffen der Kameraden wurde die Lage gründlich sondiert und sofort mit der Rettung begonnen. Vor der Halle wurde einmal der Lichtmast ausgefahren um ein wenig Licht zu haben. Scheinwerfer wurden wegen ihrer Hitze, die sich bekanntlich mit Stroh nicht gut verträgt, nicht aufgestellt.

Die Strohballen wurden mit Holz abgespreizt damit eine sichere Arbeit für alle gewährleistet war.

Dann versuchte man mit Hebekissen sein Bein zu befreien. Leider brachten die nicht den gewünschten Erfolg. Es wurde auch ein Versuch mit der Südbahnwinde unternommen, leider hatte man zu wenig Angriffsmöglichkeiten beim Stroh.

Das ist wieder ein klarer Vorteil bei Übungen, es können unterschiedliche Methoden angewendet, bzw. auch durchgespielt werden.

Letztendlich hat die pure Manneskraft die Lösung gebracht. Es wurde eine lange Brechstange in den Ballen gerammt und dann soweit gehoben das der verletzte herausgezogen werden konnte.

Der zweite verletzte stürzte in die Strohhalle, aber leider sehr unglücklich.

Die Unfallstelle war schwer zugängig. Zuerst mussten die Kameraden mit der Leiter ca. 10 Meter hinauf und über das gelagerte Stroh noch 4 Meter nach hinten. Doch der Verletzte lag in einem ca. 1,5 Meter breiten Spalt am Boden.

Es wurden zwei Teile der Steckleiter, Rettungsleine und Arbeitsleinen geordert. Das Material wurde nach oben gehievt und die Leiter zusammengesteckt. Ein Helfer stieg nach unten und erkundete die genaue Situation. Der Verletzte war ohnmächtig aber am Leben.

Schnell wurde die Idee mit der Korbtrage geboren und auch umgesetzt. Der Informationsfluss war gut abgestimmt, wodurch die Korbtrage rasch am Unfallort war.

Nach anbringen der Beinstütze wurde der verletzte vorsichtig in die Trage gelegt und die Sicherungsgurten angelegt.

Jetzt kam die größte Herausforderung, da ja kaum Platz war musste die Korbtrage aufgestellt werden um sie nach oben zu bringen. Vorsichtig wurde sie also aufgestellt und zur Leiter geschoben. Die Steckleiter wurde in der Zwischenzeit so weit wie möglich nach unten geschoben um einen guten Winkel zum Hochziehen zu bekommen.

Die Variante hat sich großartig bewährt und der Verletzte wurde unter extremen Bedingungen gut nach oben gebracht. Aber wie wir ja wissen, das war erst der halbe weg! Die Leiter wurde abgebaut und zum weiteren Abtransport vorne wieder aufgebaut. Unten wurde die Leiter abgesichert und schon gewartet den Verletzten entgegen zu nehmen. Drei Mann wurden abgestellt den verletzten mit der Rettungsleine vorsichtig nach unten gleiten zu lassen.

Alles ist gut gegangen, der verletzte wurde den Rettungskräften übergeben. Es war wieder eine großartig ausgearbeitet Übung, mit vielen Herausforderungen und interessanten Fakten.


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

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